VERGANGENE TERMINE:
UmsonstKino: “In Nomine Patris – die Interessen der Väterrechtsbewegung”
So. 30. 05. // 20:00 Uhr // i:da – Idee direkte Aktion // Zwölfergasse 9, 1150 Wien
Info: Es wird auch eine Person aus dem Bündnis „Good Night Daddy’s Pride“ anwesend sein, und über die geplanten Aktionen kurz zu informieren.
Ein Dokumentarfilm von Myriam Tonefotto & Marc Hansmann (arte, ca. 60 min) über die *Väterrechtsbewegung* in Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Kanada, Belgien.
Die *Väterrechtsbewegung* ist eine patriarchale/*maskuline* Bewegung, die – im Namen von z.B. *Rechte des Kindes auf beide Elternteile*, oder paPPa.com – versucht wieder verstärkt Kontrolle über Frauen zu erlangen. Sie wollen eine Rekonstruktion männlicher Macht und die *Familienbande stärken*. Sie agieren offensiv antifeministisch. In Österreich hat diese Bewegung z.B. beim Regierungswechsel 2000 die *Männerabteilung* im Sozialministerium bekommen; sie versuchen u.a. in verschiedenen Ländern die verpflichtende *gemeinsame Obsorge* nach einer Scheidung durchzusetzen, oder (z.B. in D) das *Umgangsrecht* mit Kindern zu bekommen, auch wenn sich Frauen aufgrund der Gewalttätigkeit der Männer scheiden ließen. Diese Bewegung wird zum Teil von liberalen Intellektuellen getragen und (hat z.B. in Ö) Verbindung in die organisierte Rechte (u.a. der FPÖ)
http://ideedirekteaktion.at
______________________________________________________________________________
Radical Cheerleading Workshop
Di. 08. 06. // 18:00 Uhr // Südtiroler Hochschüler_innenschaft // Schwarzspanierstraße 15/1/6, 1090 Wien
Radical Cheerleading ist eine kreative Form des Straßenprotests. Dabei wird das klassische Cheerleading, als eine frauentypische Sportart, welche sexistische Körpernormen festschreibt, ironisch und kämpferisch umgewandelt. Beim Radical Cheerleading werden Genderrollen und Heteronormativität in Frage gestellt. Radical Cheerleading ist lustig, provokativ, wütend und ironisch. Mit queer-feministischen, antiautoritären, antifaschistischen Sprüchen treten Cheerleaders bei Demos auf: Mit dieser kreativen und zugänglichen Widerstandsform ergibt sich auch die Möglichkeit, andere Menschen, die von Polizeigewalt oder anderen Formen von (staatlicher) Repression bedroht/betroffen sind zu (unter)stützen. Beim Workshop wollen wir versuchen, auch einen praktischen Ansatz zum Bilden und Koordinieren von Bezugsgruppen zu geben.
Komm vorbei und hab Spaß beim pon-pons basteln, Sprüche kreieren und ausprobieren!
Resist and show‘em what they can kiss! Reaktionäre Väterrechtler kaputt tanzen!
Bring bitte ein paar bunte Müllsackerl und pink-silbrige Verkleidungsdingens mit!
______________________________________________________________________________
Neue Väter braucht das Land?
Mi. 09.06. // 19:15 – 21:45 Uhr // NIG, Hörsaal 3, 1010 Wien
Am 30. Oktober 2009 rief die Väterrechtsbewegung hierzulande, allen voran die Vereine „Vaterverbot“, „Väter ohne Rechte“ und die „Österreichische Männerpartei“, zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit zu einer Demonstration in Wien auf. Die rechtskonservativen Inhalte der frauenfeindlichen Väterbewegung stehen allerdings kaum im Fokus linksradikaler Kritik. Die Frage, ob es den aktuellen Väterrechtlern wirklich so stark um „ihre Kinder“ geht, stellt sich bereits bei der genaueren Betrachtung ihrer Forderungen. Diese geben vor, sich um „Väter, die keine Besucher sein wollen“ zu handeln, drehen sich aber großteils um die finanzielle Absicherung beziehungsweise Besserstellung des Vaters und das wohl klarerweise auf Kosten derer, die momentan angeblich „zu viel“ bekommen würden. Am 12. Juni wollen Vertreter dieser zutiefst frauen- und auch kinderfeindlichen Gruppierungen im Rahmen einer europaweiten Daddy’s Pride in Wien auf die Straße gehen, um ihre antifeministischen Forderungen kundzutun.
Wir rufen dazu auf, dieser reaktionären Bewegung massiv entgegenzutreten und wollen uns in diesem Kontext genauer mit den Positionen dieser Bewegung auseinandersetzen.
Film, Vortrag und Diskussion
______________________________________________________________________________
„Ob Kinder oder keine – entscheiden wir alleine!“
Do 10.6. // 20:00 Uhr // Politbeisl // Medienwerkstatt EKH // Wielandgasse 2-4, 1100 Wien
„Ob Kinder oder keine – entscheiden wir alleine!“ – Diskussion und Austausch zum Kinder kriegen, Kinderfreundlichkeit in linken Szenen und (pro)feministischen Selbstverständnissen von Müttern, Vätern, Eltern
Eine Frau, die sich gegen Schwangerschaft und für eine Abtreibung entscheidet, wird in linksradikalen Szenekontexten meist unterstützt, begleitet und respektiert. Eine Frau, die sich – egal ob alleine oder mit PartnerIn* – ein oder mehrere Kinder wünscht, vielleicht sogar bewusst produziert oder sich bloß positiv auf Kinder bezieht, erntet zumindest skeptische Blicke und sieht sich plötzlich mit einer Reihe antifeministischer Vorurteile konfrontiert. Kinder gelten feministisch betrachtet oft als Rückschritt, Emanzipationshemmer, Problem. Linksradikale Räume sind kaum kinderfreundlich, Politgruppen nicht sehr offen für Aktivistinnen, die ihre Kids mitbringen und allgemein hat der Themenkomplex „Kinder“ in den vor allem jugendlichen Szenezusammenhängen kaum Platz.
Wir wollen zum Thema diskutieren und freuen uns auf eure Beiträge!
Kinderfreundlich ist das Politdisku-Beisl ehrlich gesagt nicht – der Abend wird aber zumindest rauchfrei sein, um es Menschen zu ermöglichen ihre Kinder mitzubringen, wenn sie das wollen.
____________________________________________________________________________
Feministische Analyse und Kritik an der „Väterrechtsbewegung“
mit Dr.in Anita Heiliger
Sa. 19.06. // 20:00 Uhr // FrauenLesbenMädchenZentrum // Währingerstraße 59/6, 1090 Wien
Eingang: „FZ-Bar“, Prechtlgasse, schwarz-rote Tür läuten
Die „Väterrechtsbewegung“ ist eine maskulistische Bewegung, die patriarchale Männlichkeit propagiert. Ihre Feindbilder sind die Eigenständigkeit von Frauen, die Frauenbewegung und der Feminismus. Ihre Ziele sind u.a., dass mann wieder verstärkt Kontrolle über „seine“ Frau ausüben darf und kann. Betreffen tut es uns alle!
Die Väterrechtler bekommen Auftrieb durch ein Urteil des Europäischen Menschenrechts-Gerichtshofes und verlangen auch für unverheiratete Väter die „AUTOMATISCHE OBSORGE“ für das Kind/die Kinder. Dieser Entwicklung ist entschieden auch gegenüber den gesetzgebenden Instanzen entegegen zu treten!!! In der Veranstaltung geht es um die Ziele der Väterrechtsbewegung, um ihr konkretes Vorgehen und Agieren gegen Frauen und gegen feministische Strukturen. Wir wollen auch zu Erfahrungen und Möglichkeiten von Gegenwehr und Widerstand diskutieren.
Anita Heiliger ist seit 75 in der autonomen Frauenbewegung engagiert und Mitarbeiterin bei KOFRA in München. Ihre zentralen Arbeitsgebiete sind die gesellschaftliche Situation von Mädchen und Frauen. In ihrer Auseinandersetzung mit dem „Umgangs- und Sorgerecht“ beschäftigt sie sich schon länger kritisch mit den Zielen und Vorgangsweisen der „Väterrechtsbewegung“.
Mit freundlicher Unterstützung der ÖH, Referat für feministische Politik.